15. November 2026 – Jubiläumskonzert

© Peer Berges (mit KI erstellt)

15. November 2026 – Jubiläumskonzert

20 Jahre „Zarrentiner Kulturverein e.V.“

 

Eine kurze Chronik

Ganz im Gegensatz zu dem nasskalten, regnerischen 15. November des Jahres 2006 war die Stimmung einer Gruppe Kulturwilliger eher mit „sonnig“ zu beschreiben. Der damalige Amtsleiter Karl-Heinz Mintert sowie neun motivierte Frauen und Männer voller Euphorie hatten sich vorgenommen, zwei Anliegen zu bündeln und auf die Startrampe zu bringen.

 

Das eine war die Nutzung des Zisterzienserklosters als kulturelle Darbietungsfläche nach der gerade vollendeten Restaurierung. Das andere war die Schaffung einer Einrichtung, die dem kulturellen Stillstand in und um Zarrentin entgegenwirken sollte. Diese Aufbruchstimmung führte an diesem besagten Datum zur Gründung des eingetragenen Vereins „Zarrentiner Kulturverein e.V.“.

 

Der erste gewählte 1. Vorsitzende Peter Becher machte sich sogleich an die Arbeit und organisierte gut besuchte Veranstaltungen unterschiedlichster Couleur. Von Lesungen über klassische Konzerte bis zur leichteren Unterhaltung war alles dabei. Auch das Werben für eine Mitgliedschaft im Verein – diese wurde mit einem reduzierten Salär für den Besuch der Veranstaltungen honoriert – war ein zentraler Punkt der Vereinsarbeit.

 

Nach dem überraschenden Rücktritt des 1. Vorsitzenden wählte eine außerplanmäßige Hauptversammlung im April 2008 Prof. Florian-Malte Leibrecht mehrheitlich als neuen 1. Vorsitzenden. Als Mitglied des Lehrkörpers der Hamburger Hochschule für Musik und Theater konnte er für hiesige Veranstaltungen auch seinen Studenten die Möglichkeit geben, vor einem Publikum aufzutreten. Diese Symbiose und sein Engagement für den Verein führten zu sehr schönen Aufführungen mit Schwerpunkten aus der klassischen Musik.

 

Ein weiterer Diamant dieser Zeit waren Prof. Leibrechts Zirkel. Wurden beispielsweise Arien aus „Don Giovanni“ von Mozart dargeboten, gab Prof. Leibrecht im Vorwege viel Wissen über die Oper, ihre Entstehungsgeschichte und ihre Arien an uns weiter und ließ Mozart und den Geist der damaligen Zeit vor uns erstehen.

 

Prof. Leibrecht folgte Frau Birgit Struck-Henning als 1. Vorsitzende des Vereins. Kontinuität in der Bandbreite der kulturellen und musikalischen Ausrichtung sowie der Erweiterung der Mitgliederzahl waren und sind ihr Ansporn – mit einem sehr aufmerksamen Blick auch auf die finanzielle Konsolidierung des Vereins.

 

Der Kulturverein musste auch mit der Covid-19 Pandemie leben und überleben. Und wie sich zeigte, ist nach der Pandemie nicht vor der Pandemie. Denn trotz wachsender Mitgliederzahl und zahlreicher Auftrittsangebote von Künstlern ist großes Engagement aller ehrenamtlich Tätigen nötig, um die hohe Qualität dieses kulturellen Kleinods in Zarrentin am Schaalsee aufrechtzuerhalten.

 

Cosi fan tutte – Die Schule der Liebenden

von W. A. Mozart

 

Wie begeht man ein solches Jubiläum? Der Verein hat in den vergangenen zwanzig Jahren an zahlreichen Abenden angehenden Sängerinnen und Sängern gern ein Forum geboten, um während ihrer Ausbildung vor Publikum aufzutreten. Prof. Florian-Malte Leibrecht, Frau Prof. Raminta Lampsatis, Prof. Klaus Häger und weitere Vertreter von Lehrkörpern haben diese Möglichkeit sehr geschätzt – Mitglieder und Gäste des Kulturvereins werden sich gern erinnern.

 

So hat der Verein sich entschlossen, wieder einmal einem sehr jungen Ensemble aus Schülerinnen und Schülern eine solche Gelegenheit zu bieten. Dieses Mal der Gesangsklasse an der Musikschule der Hansestadt Lüneburg unter der Leitung von Herrn Ulrich Kratz, die anlässlich unseres Jubiläums die Oper „Cosi fan tutte“ in einer Kratz’schen Inszenierung aufführen werden.

 

In Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Cosi fan tutte«, 1790 in Wien uraufgeführt, werden die Gefühle zweier junger Frauen auf die Probe gestellt. Die Offiziere Ferrando und Guglielmo sind fest von der Treue ihre Verlobten Dorabella und Fiordiligi überzeugt. Doch der lebenserfahrene und zynische Don Alfonso bezweifelt das – und schlägt eine böse Wette vor: Für einen Tag sollen die beiden Männer einen Kriegseinsatz vortäuschen, kurz darauf verkleidet als fremde Edle zurückkehren und versuchen, jeweils die Verlobte des anderen zu verführen. Nach und nach geraten Gefühle, Eifersucht und Sehnsucht durcheinander: Was als scheinbar harmlose Wette beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen Experiment über Liebe, Treue und Selbsttäuschung. Die Oper stellt damit die Frage, wer wen wirklich liebt, wie sicher Treue sein kann und ob Gefühle überhaupt so eindeutig sind, wie die Figuren zunächst glauben.

 

Gesang:

Despina / Franziska Hasenauer

FiordligiI / Greta Meyer

Dorabella / Margarita Georgiades

Don Alfonso / Jonathan Plathe

Guglielmo / Julius Albert

Fernando / Leo Ehmke

 

Am Flügel:

Hyeyeon Kim

 

Musikalische Einstudierung und Inszenierung: Ulrich Kratz

 

Termin: Sonntag, den 15. November 2026 um 17:00 Uhr

 

Preise: Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten

 

Im Anschluss an die Veranstaltung lädt der Zarrentiner Kulturverein die Gäste zu einem gemeinsamen Umtrunk im Kloster.